Filterung

Wenngleich die Wasserverschmutzung bei Matamata zumindest optisch gering zu sein scheint ist dennoch eine effektive Filterung unumgänglich. Klar, dass dabei auch das Filtersystem der Beckengröße und der Besatzdichte angepasst werden muss.

Zur Aufzucht von Jungtieren reicht anfangs ein kleiner Innenfilter, weniger arbeitsintensiv gestaltet sich aber ein geschlossener Aussenfilter mit integrierter Pumpe und Heizung wie er für Aquarien verwendet wird. Je größer der Filtertopf, desto länger die Reinigungsintervalle.

Ursprünglich hatte ich in meinen großen Becken mit einem Wasservolumen von 3000-7000l Rieselfilter installiert. Einige Jahre haben sich diese bestens bewährt. Mit der Pflege von stark Pflanzen fressenden südamerikanischen Schienenschildkröten waren diese Filter dann jedoch überfordert und wurden gegen Reihenfilter mit 3 bzw. 4 Filterkammern ausgetauscht.

der ursprüngliche Rieselfilter

der ursprüngliche Rieselfilter

Speziell der Filter für die Matamata ist mit einem Zyklon-Vorabscheider ausgerüstet. Der Filter selbst umfasst 4 Filterstufen sowie eine Heiz- und Pumpenkammer mit einem Gesamtvolumen von knapp 1000l. Bestückt sind die Filterkammern mit Filterbürsten, Japanmatten, Schaumstoffwürfel und sogenannten Bioballs, die Standzeit beträgt ca. 8-10 Monate. Enorm vorteilhaft an diesem Filter ist, dass er bei starker Verschmutzung nicht verstopft sondern im Bypassbetrieb weiter funktioniert. Kleinere Feststoffe werden dabei allerdings im Kreis gepumpt und gelangen zurück ins Becken. Die Reinigung nimmt etwa 2 Stunden in Anspruch.

Reihenfilter mit Zyklonabscheider

Reihenfilter mit Zyklonabscheider

 

Trotz dieser Filterung halte ich es für sinnvoll wenigstens monatlich einen Teil des Wassers (1/4 – 1/3) zu wechseln. Bei dieser Gelegenheit lassen sich auch Becken-Boden und Scheiben reinigen und größere abgestorbene Pflanzenteile entfernen oder in den Abfluss kehren.

Ich wechsle während der Sommermonate wöchentlich 1/3 bis manchmal 1/2 des Beckeninhaltes. In den heizintensiven Wintermonaten aus Kostengründen aber nur alle 2 Wochen ca. 20%. Ob diese unterschiedlichen Wasserwechsel-Intervalle gleichzeitig den Jahreszyklus der natürlichen Habitate mit ausgeprägter Trocken- und Regenperiode widergeben können, kann ich nur vermuten. – Ich werde mich in einem späteren Beitrag intensiver damit befassen.

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