Absolut sicher bin ich mir, dass Matamata keine UV-Bestrahlung braucht. Das liegt in erster Linie daran, dass sie als Fischfresser ihren Vitamin D Bedarf direkt über die Nahrung abdeckt. Die Nahrungsvielfalt ist in menschlicher Obhut jedoch sehr wahrscheinlich weniger abwechslungsreich als in freier Natur.
Dann gibt es aber noch das Problem mit tiefgefrorenen und aufgetauten karpfenartigen Fischen. Deren Schleimhaut ist als Vitamin B „Fresser“ bekannt. Vitamin B lässt sich sehr einfach und billig über Bierhefetabletten verabreichen. Hierzu wird ganz einfach eine Bierhefetablette ins Maul oder hinter den Kiemendeckel das aufgetauten Fisches geschoben. Eine Überdosierung ist mit Vitamin B unproblematisch, da es ohne Nebenwirkung ausgeschieden wird.
Etwas vorsichtiger sollte mit Vitaminkomplexen, insbesondere mit Vitamin D umgegangen werden. Bisher verwendete ich eine flüssige Mischung vom Tierarzt extra für meine Tiere gemischt. Dieser Cocktail wurde dem toten Fisch in die Bauchhöhle gespritzt.
Aktuell habe ich, der einfachen Verfügbarkeit wegen, auf Korvimin umgestellt. Dieses kann in Gelatinekapseln gefüllt werden und wird vor dem Füttern dem Fisch ins Maul geschoben. Ich verwende dabei Kapseln der Größe 000. Die tatsächliche Füllmenge liegt bei ca. 1,6-1,7 g/Kapsel. Das Gewicht meiner Tiere reicht von knapp 5 kg der Männchen bis zu 12 kg die Weibchen. Die wöchentliche Futtermenge je Tier variiert von etwa 100g bis hin zu 300g.