„da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor“ (Goethe’s Faust)
Lange hatte ich die Hoffnung, dass ich das Problem der Nekrosenbildung hinter mir gelassen habe. Lediglich bei einem meiner alten Männchen zeigten sich immer wieder leichtere Nekrosen, welche in der Regel von selbst abheilten. Leider sind sie bei beiden Männchen in den letzten Monaten extrem gewuchert. – Und dummerweise habe ich es zu spät bemerkt bzw. den Ernst der Lage zu spät erkannt, so dass eines der beiden Tiere mittlerweile verstorben ist. Das andere Männchen ist alt, sehr alt (35-40 Jahre) und wird bereits seit einigen Jahren immer ruhiger. Insbesondere der Sexualtrieb hat enorm abgenommen.
Habe ich die Ursache vor Jahren in der Bodenheizung des Beckens gesehen, muss ich jetzt neu nachdenken:
Was habe ich in den letzten Monaten anders gemacht?
- Ich habe die Beckenwasser-Temperatur deutlich von 24°C auf 28-29°C erhöht
- Und ich habe die Intervalle des Wasserwechsels um Heizkosten zu sparen ebenfalls gedehnt
Habe ich vorher wöchentlich bis zu 30% des Wassers getauscht, war im letzten Jahr nur etwa 10% monatlich
Seit ungefähr 2 Monaten dem Wasserwechsel wieder mehr Aufmerksamkeit gezollt. Aktuell werden 30-50% des Wassers getauscht, und zumindest der Zyklon des Filters wird 2-wöchentlich gespült. Ähnliches hat bei Hautnekrosen meiner Chelodinen immer prompt gewirkt.
Behandelt werden die Nekrosen durch Auskratzen und Aufpinseln von Gentianaviolett (2%?). In der Regel hilft das sehr gut.
Sollte keine Besserung eintreten, werde ich mir wohl oder übel die Installation einer Umkehrosmose-Anlage überlegen müssen. Allerdings scheue ich derzeit noch die Investition und den notwendigen Montageaufwand. Salzzugaben ins Beckenwasser scheiden meines Erachtens wegen des Wasservolumens aus. Noch viel mehr natürlich Erlenzapfen oder Teebaumblätter.
traitement a la Bétadine dermique, tortue placée dans un bac plastique au sec, la zone a traitée est badigonnée de bétadine ,laissé sécher la carapace et remettre la tortue dans son aquarium, et faire ceci tous les jours jusqu’a guérison
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Hallo,
merci pour votre contribution. oui, je connais cette methode. Mais cela ne fonctionne pas si les nécroses ont déjà pénétré très profondément.
Ces plaies doivent être grattées et désinfectées. Il faut jusqu’à une journée pour que les plaies se dessèchent. J’effectue ce traitement chaque semaine avec du
Gentianaviolett ou du Merfen.
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Ich pflege seit ca 25 Jahren verschiedene Reptilien mit Schwerpunkt Wasserschildkröten und Kaimane aber sowas ist mir noch nie passiert. Im September diesen Jahres erstand ich eine junge mata mata mit ca 7cm Panzerlänge. Das Becken für das Tier mist 2,15x50x60cm Wasserstand ca 25cm. Einige Wurzeln bieten flachwasser Bereiche, welche von der Schildkröte gern genutzt wurden. Gefiltert wird mit einem externen 120 liter filterbecken. Wassertemperatur bei ca 26 Grad. Es wachsen auch diverse Pflanzen ins Becken hinein (hilft gut gegen zu viel Nitrat). Im Becken sind etliche Guppys und Black mollys als Futterfische. Als Beifische 7 junge Rotkeilaugenfleck Buntbarsche. Als ich die Schildkröte einsetzte war alles gut, sie war aktiv und neugierig. Am zweiten Tag sah ich sie mehrere Guppys fressen. Einen weiteren Tag später nahm sie einen stint von der Pinzette. Fast eine Woche lang war alles bestens, sie war aktiv und fraß. In der zweiten Woche nach dem einsetzen bemerkte ich drei Verletzungen oben auf dem Kopf der Schildkröte, eine davon ziemlich tief. Einen weiteren Tag später bekam sie oberflächliche nekrosen auf dem Carapax. Sie wurde inaktiv und fraß auch nicht mehr. Ich führte einen größeren wasserwechsel, ca50% durch und schaltete eine UVC Lampe im filterkreislauf zu. 2 Tage beobachtete ich keine Verbesserung, also nahm ich sie aus dem Becken und setzte sie in ein 60er Becken mit flachem wassestand und täglichen total wasserwechseln versetzt mit Kamille zum desinfizieren. Das ganze ging 2 Tage und dann lag sie tot im Becken. Können Sie mir bitte sagen was ich falsch gemacht habe! Ich möchte keine unerkannten Fehler wiederholen.
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Hallo F.K.
ich glaube da haben sie wenig falsch gemacht. Das Tier war meines Erachtens bereits geschädigt. Sogar bei extrem verschmutztem und verkeimtem Wasser dauert bei Matamata der Ausbruch von Nekrosen in der Regel einige Wochen und ist bei rechtzeitiger Behandlungdurchaus behandelbar. Ich bin kein Tierarzt, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass das Tier bereits beim Kauf unter einer starken Einschränkung der Nierenfunktion litt, welche sich durch die geänderte Haltungsbedingung extrem schnell verschlechtert hat.
Was waren das denn für Verletzungen am Kopf? Auch Nekrosen?
LG H.M.
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Erst einmal möchte ich ihnen zu der sehr ausführlichen und hilfreichen Seite danken. Es ist wahrlich nicht allzu leicht, an ausreichend Material zur Haltung der Tiere zu kommen. Vor allem im deutschsprachigen Raum nicht.
Ich möchte Ihnen auf gar keinen Fall die Erfahrung absprechen, die Sie mit den Tieren gesammelt haben (tatsächlich übertrifft sie die meine um Weiten). Aber gestatten Sie mir diese kleine Anmerkung:
Vielleicht wäre es besser gewesen, das Werk von David Vogel nicht „achtlos“ zu Seite gelegt zu haben. Insbesondere wäre stattdessen eine genaue Lektüre des Kapitels angebracht gewesen, in dem es um das Thema PH-Wert und die damit verbundene Gesunderhaltung der Tiere geht. Meines Erachtens ist eine Osmoseanlage in der Haltung der Tiere eine unumgängliche Anschaffung, zumal es mit weichem Wasser gut möglich ist, den PH-Wert auf einen für die Tiere natürlichen Wert zu senken.
Ich persönlich verwende ausschließlich Osmosewasser, welches ich auf einen PH-Wert von ca. 5 einstelle.
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ich habe eine interessante Seite gefunden welche sich ziemlich ausführlich mit Panzernekrosen beschäftigt. Gefällt mir natürlich schon dadurch weil dort meine Meinung vertreten wird 😉
https://www.thieme.de/de/tiermedizin/panzernekrosen-51004.htm
Nein, ich bin ernsthaft der Meinung, dass diese Erkrankungen immer dann auftreten wenn ich längere Zeit den Wasserwechsel aus irgendwelchen Gründen reduziert habe. Stoffwechselprodukte steigen dann halt an. Immerhin sind ca 45kg Lebendmasse im Becken; für ein Aquarium ohne Pflanzen ein mittleres Desaster.
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